Geschichte des Verlags Anton Pustet

425 Jahre Verlagsgeschichte in Salzburg
Obwohl Name und Standort in diesem Zeitraum häufig wechselten, lässt sich eine ununterbrochene Tradition bis auf Konrad Kürner zurückverfolgen, der 1592 das erste Buch in Salzburg druckte.

Die Kürnersche Offizin befand sich in einem Haus am heutigen Kajetanerplatz, später in der Gstättengasse, wo sie durch den Bergsturz des Jahres 1669 zerstört wurde. Unter der Leitung des Buchdruckers Johann Baptist Mayr gelangte das Unternehmen zu einer ersten Blüte. Fürsterzbischof Max Gandolf, Stifter der berühmten Bibliothek im Residenz-Neugebäude, verlieh Johann Baptist Mayr das Privileg eines Hof- und akademischen Buchdruckers und erhob ihn sogar in den Adelsstand.

Dies war ein Zeichen für die Bedeutung des Buch- und Verlagswesens, das vor allem durch die Gründung der Universität in Salzburg einen bedeutenden Aufschwung genommen hatte. Ende des 18. Jahrhunderts kam es zum Niedergang der Mayrschen Druckerei. Aufgrund eines Eklats, ausgelöst durch eine kirchenkritische Schrift, musste sie weit unter dem Verkehrswert verkauft werden und kam auf Umwegen an Franz Xaver Duyle.